Haben Sie schon einmal über eine Krankenversicherung für Ihren Hund nachgedacht?

Nein, wir möchten Ihnen keine Versicherung verkaufen!

Wir wollen hier nur ein paar Gedanken zu diesem Thema mit Ihnen teilen. Gehen wir mal davon aus, dass, wenn es gut läuft, Ihr Hund nie im Leben eine OP braucht. Dann hätten Sie bei einem zu erwartenden Alter von ca. 15 Jahren 2.700 € der Versicherung geschenkt (Versicherung für OP-Kosten, durchschnittlicher Beitrag 15,00 € pro Monat, gibt es natürlich auch günstiger und aber auch teurer).

Es ist also ein Rechenexempel: Hat Ihr Vierbeiner in seinem Leben eine OP gehabt, die unterhalb dieser Grenze lag, haben Sie nicht wirklich ein Geschäft gemacht. Aber wehe, wenn der Hund z.B. einen schlimmen Unfall hatte und die OP-Kosten 4.000 € oder mehr betragen haben.

Ähnlich wie bei unseren Krankenversicherungen liegt der Gedanke hier bei der Solidarität. Viele zahlen relativ kleine Beträge ein, damit manche die hohen Kosten erstattet bekommen können. Versichert wird also das Risiko. Wie hoch das ist, weiß man vorher natürlich nicht.

Auf der anderen Seite sind 15,00 Euro im Monat leichter zu verschmerzen als eine Tierarzt-Rechnung in Höhe von 3.000 €. Da schnauft man ganz schön! Will man mehr als nur den OP-Schutz, dann ist man schnell bei 30,00 bis 60,00 Euro pro Monat. Das summiert sich in einem Hundeleben. Da ist man bei 40 € im Monat und einer Lebenserwartung von 15 Jahren schnell bei 7.200 €.

Und Vorsicht!

Schauen Sie sich genau an, was die Versicherung zahlt! Bei mancher Krankenversicherung, die sich rühmt alles zu zahlen, sind z.B. ED und HD ausgeschlossen. Und das ist wirklich kostenintensiv! Bei anderen kann man den Tierarzt nicht frei wählen. Wieder andere haben Wartezeiten bevor überhaupt ein Euro fließt. Da bekommt man manchmal mit ein paar Euro mehr einen viel besseren Schutz.

Oder sollte man für den Hund (wie für die Kinder) ein Konto anlegen, auf das monatlich eine kleine Summe eingezahlt wird, so dass man immer Geld zur Verfügung hat, wenn größere Kosten auf einen zukommen. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit. Man guckt nur eventuell in die Röhre, wenn der geliebte Vierbeiner in jungen Jahren einen Unfall hat und man vielleicht erst 600 € angespart hatte. Ok, besser als nichts!

Wir Deutschen neigen nun einmal dazu für alles eine Versicherung abzuschließen. Unsere Risikobereitschaft hält sich in Grenzen. Auf der anderen Seite ist es vielleicht sinnvoll, die Situation des eigenen Geldbeutels zu berücksichtigen. Wer über das entsprechende „Kleingeld“ oder einen „dehnbaren“ Disporahmen verfügt, kann auch eine größere Ausgabe verschmerzen. Ist man in dieser Hinsicht eher eingeschränkt, ist eine Absicherung besonders für OPs auf jeden Fall bedenkenswert.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Gedanken die Entscheidung erleichtert haben und wünsche Ihrem Hund, dass er die Krankenversicherung nie in Anspruch nehmen muss.