Deutschland wurde in den 80er Jahren als Jodmangelgebiet ausgewiesen. Seitdem benutzen sehr viele Menschen Jodsalz in ihren Nahrungszubereitung. Auch bei den „Nutztieren“ werden Futterzusätze mit Jod angereichert.

Na, dann ist ja alles in Ordnung!

Enthält das Fleisch in den Futterschüsseln unsere Hunde und Katzen also nun wirklich genügend Jod?

Erst einmal müssen wir wissen, dass Jod wichtig für die Funktion der Schilddrüse ist. Ohne Jod kann sie keine Hormone produzieren, die sich auf den gesamten Stoffwechsel und auch auf das Verhalten auswirken.

Wie viel Jod braucht der gesunde, erwachsene Hund?

Unsere Vierbeiner können Jod nicht ausreichend speichern und müssen deswegen immer wieder Jod erhalten. Für den Erhaltungsstoffwechsel benötigt er 15 Microgramm pro Kilogramm Körpergewicht. Hat der Hund sehr viel Bewegung benötigt er mehr. Genauso ist es im Wachstum, in der Trächtigkeit und bei der Laktation. Hier sind es 25 Microgramm.

Bei einem erwachsenen Hund mit 20kg Körpergewicht sind das am Tag 300 Microgramm oder pro Woche 2.100 Microgramm.

Bei einer normalen Fütterung mit einmal Fisch in der Woche erhält der Hund:

1750g Muskelfleisch von verschiedenen Tieren mit durchschnittlich 3 Microgramm Jod pro 100g = ca. 52,5 Microgramm in der Woche dazu kommen ca 35 Microgramm aus Innereien, 10-20 Microgramm aus ein bis zwei Eiern und 350 Microgramm aus Fisch, wenn man Dorsch gefüttert hat.

Damit haben wir eine Gesamtmenge von 447,5 bis 457,5 Microgramm pro Woche. Das ist leider viel weniger als der errechnete Bedarf.

Es fehlen also ca. 1.652,5 Microgramm. Hier kommen also die oben gezeigten Produkte zum Zug. So hat zum Beispiel ein gestrichener Teelöffel Ascophyllum Nodosum (4g) ca. 1680 Microgramm Jod und würde somit den Rest abdecken.

Aber auch die anderen Produkte versorgen unsere Hunde, auch das Dorschmehl mit ca. 590 Microgramm pro 100g leistet seinen Beitrag.

Ein Zufüttern von Jod ist also sinnvoll, da wir keine ganzen Beutetiere füttern.