Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihren Hund bei der Pilzsuche einzuplanen?

Wie? Der Hund soll Pilze suchen?

Hunde werden auf ganz vielen Gebieten zur Suche eingesetzt: Rettungshunde, Drogensuchhunde, Sprengstoffsuchhunde, Schweißhunde (suchen verletzte Wildtiere) und vieles mehr.

Dem Hund ist es eigentlich egal, was er sucht. Seine feine Nase befähigt ihn, vieles anhand des Geruches zu finden. Das macht sich der Mensch schon seit langer Zeit zu Nutze.

Deswegen kann ein Hund auch Pilze erschnüffeln.

Wie bringe ich das dem Hund bei?

Hat Ihr Hund schon Erfahrung mit Zielobjektsuche, ist es ganz einfach. Aber auch sonst ist es nicht wirklich schwer, den Hund zum Partner bei der Pilzsuche auszubilden.

Als erstes muss der Hund lernen, was er suchen soll: Dafür halten wir ihm einen Pilz (beginnen Sie mit einer Pilzsorte z.B. Pfifferlinge) entgegen. Sobald der Hund daran schnuppert, wird er belohnt. Denken Sie gerade am Anfang daran, dass die Belohnung etwas Besonderes sein muss, sonst verliert der Vierbeiner schnell das Interesse.

Wenn er verstanden hat, dass es sich für ihn lohnt, an einem Pilz zu schnuppern, kommt der nächste Schritt: Dieser führt uns in die Natur. Am Anfang muss man selbst einen Pilz finden, man führt den Hund dort hin und kurz bevor er den Pilz erreicht, gibt man ein Kommando z.B. „Pilz“. Auch hier wird der Hund wieder aufwändig gelobt, wenn er den Pilz „gefunden“ hat. Jetzt heißt es üben, üben, üben. Und vergessen Sie die besonders guten Belohnungshappen nicht.

Jetzt fehlt noch die Anzeige: Sie möchten ja wissen, wenn Ihr Hund einen Pilz gefunden hat. Am einfachsten ist wohl ein „Platz“ oder auch ein „Sitz“. Der erfolgreiche Vierbeiner soll auf jeden Fall an der Stelle bleiben, wo er den Pilz gefunden hat, damit Sie ihn dort belohnen und den Pilz abschneiden können. Wenn Ihr Hund also den nächsten Pilz gefunden hat, bekommt er seine tolle Belohnung erst, wenn er vor dem Pilz sitzt oder liegt. Die Hunde haben das ganz schnell raus und setzen oder legen sich ganz von alleine.

Bald kann nun Ihr Vierbeiner in ein Gebiet (natürlich fangen Sie mit ganz kleinen übersichtlichen Flächen an) geschickt werden, bei dem Sie genau wissen, dass es dort Pilze gibt. Jetzt kann er selbstständig suchen und wird beim Fund wie ein König belohnt. Dadurch werden die Hunde immer motivierter.

Ist Ihre Fellnase nun ein Pilzspezialist, kann er auch in einem Gebiet suchen, bei dem Sie nicht sicher sind, dass es dort Pilze gibt. Es kann für einen Hund aber sehr frustierend sein, wenn er sich angestrengt und trotzdem nichts gefunden hat. Deswegen ist es gut, gerade am Anfang darauf zu achten (bekannte Pilzgebiete bevorzugen), dass dies nicht zu häufig vorkommt. Erfolgserlebnisse sind wichtig.

Wenn Sie es gut aufgebaut haben, sucht er nur die eine bestimmte Sorte, die Sie ihm beigebracht haben. Da man aber nicht alle Pilze zu allen Zeiten findet, kann man dem Hund auch weitere Sorten beibringen. Das ist für die Hunde nicht schwierig, da das Prinzip ja verstanden wurde. Bitte denken Sie daran, dass Ihr Hund vielleicht auch Mal einen Fehler machen könnte. Es kann auch mal ein giftiger neben dem gewünschten essbaren Pilz stehen und Sie schneiden ihn aus Versehen mit ab. Gute eigene Kenntnisse oder auch die spätere Beurteilung durch einen Pilzkenner sind weiterhin sinnvoll.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns über Ihre Erfahrungen bei der Pilzsuche mit Hund berichten würden.