Bewegung macht Spaß!

Viele Leute laufen mittlerweile mit einem Fitnessarmband durch den Tag.

Jetzt auch der Hund?

Die Idee wurde (wie so oft) in Amerika geboren und schwappt immer mehr nach Deutschland bzw. Europa.

Brauchen wir das?

Eigentlich sollte jedem Hundebesitzer klar sein, dass sein Vierbeiner Bewegung braucht und nicht überfüttert werden sollte. Das gilt ja eigentlich auch für den Zweibeiner. Andererseits verliert man das Training des Hundes manchmal aus den Augen. Gerade in besonderen Lebenssituationen, wenn z.B. sehr viel Arbeit anfällt und die Fellnase dadurch etwas zu kurz kommt oder es, wie gerade im Moment, besonders heiß ist und niemand Lust auf einen Spaziergang hat.

Heute kam bei uns ein Herrchen vorbei und war sehr unglücklich. Beide, Hund und Besitzer, hatten 2 Kilogramm zugenommen.

Beim Herrchen: zu viel Eis und zu wenig Bewegung, beim Hund: normale Portion + Leckerchen und zu wenig Bewegung! Was für den Mensch nicht wirklich ein Problem war, war für den Vierbeiner schon deutlich unangenehmer. Wenn man ein Idealgewicht von 10kg hat, sind 2kg 20% mehr. Stellen Sie sich vor, Sie müssten statt 70kg, 84kg durch die Gegend tragen.

Hilft in solchen Fällen ein Fitness-Tracker?

Vielleicht! Bekannte und Freunde, die selbst ein Trackerarmband tragen, bestätigen, dass es ihnen dadurch leichter fällt, den inneren „Schweinehund“ zu besiegen. Der Hund hat keinen inneren „Schweinehund“. Er muss immer die Aktivität nehmen, die ihm angeboten wird. Genauso ist es bei den meisten Hunden mit der bereit gestellten Futtermenge (nur wenige Tiere lehnen große Futtermengen von selbst ab).

Aber vielleicht hilft es Herrchen/Frauchen, wenn sie abends feststellen, dass es heute viel zu wenig Beschäftigung für den Vierbeiner war, sich aufzuraffen und noch ein große Runde laufen zu gehen. Das wäre natürlich ideal!

Wer sich darauf einlässt, hat mit dem Tracker natürlich eine große Hilfe. Auch der Tierarzt könnte zu Rate gezogen werden. Er kann sich die Verlaufskurven auf der App anschauen und den einen oder anderen Tipp geben.

Aber ist es nicht oft so, dass man die ganze Sache vielleicht ein halbes Jahr durchhält und dann liegt der Tracker irgendwo und ist vergessen? Dann hat er nur dem Hersteller geholfen, der damit eine neue Einnahmequelle erschlossen hat.