Ein gesundes Ohr ist sauber, ohne Rötung, Schwellung oder Ausfluss!

Ein gesundes Ohr ist sauber, ohne Rötung, Schwellung oder Ausfluss!

Die Ohren unserer Hunderassen variieren sehr stark. Da gibt es Stehohren, Knickohren, Hängeohren, Rosenöhrchen und mehr Varianten.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Ohrenform und der Neigung zu Ohrenentzündungen?

Ja und Nein! Es gibt Hunde mit Stehohren, die immer wieder eine Ohrenentzündung haben. Auf der anderen Seite ist da aber der Schweißhund mit langen Hängeohren, der nie im Leben ein Problem mit seinen Ohren hatte. Ganz so einfach ist es wohl nicht!

Die Temperatur im Ohr ist bei Hänge- und Stehohren gleich, einzig die Luftfeuchtigkeit ist bei hängenden Ohren etwas höher. Das alleine kann keine Entzündung hervorrufen.

 

Gründe für Otitis externa (Entzündung des äußeren Gehörganges):

  • Fremdkörper im Ohr
  • zu enge Ohrkanäle und zu stark abgeknickt (Shar Pei, Englische Bulldogge)
  • zu viele Haare im Ohrenkanal (Pudel, Schnauzer, Airedale Terrier, Bologneser)
  • Allergie
  • übermäßige Talgbildung (Cocker Spaniel)
  • falsches Reinigen des Ohres
  • andere Grunderkrankungen (z.B. Schilddrüsenprobleme)
  • Milben
  • Herpes
  • Pilze, Bakterien
  • Bisswunden
  • eher selten Tumore

Eine genaue Diagnostik ist also wichtig und nicht immer ganz so einfach.

Symptome:

  • Kratzen an der Ohrmuschel
  • Reiben des Kopfes am Boden
  • geröteter, eventuell geschwollener Gehörgang oder auch Schuppen
  • eventuell Ausfluss
  • Anfassen wird nicht mehr geduldet
  • in schweren Fällen: Unruhe, Appetitlosigkeit, Fieber, Mattigkeit, manche Tiere werden aggressiv vor Schmerz

Milben kommen bei Hunden lange nicht so häufig vor wie bei Katzen und wenn, dann meistens bei Welpen. Hat man eine der vorbelasteten Rassen, ist es sinnvoll, die Ohren öfter zu kontrollieren, besonders wenn der Vierbeiner plötzlich vermehrt am Ohr kratzt. Eine Reinigung der Ohren mit Wattestäbchen sollte unterlassen werden. Besser ist ein flüssiger Ohrreiniger, den der Hund dann ausschüttelt und danach wird nur noch die Ohrmuschel abgewischt. Fremdkörper, die tiefer im Ohr sitzen muss der Tierarzt entfernen. Bei Bisswunden ist der Gang zum Arzt sowieso sinnvoll.

Behandlung

Man kann Ohrenentzündungen, bevor man zu Antibiotika oder Kortison greift, sehr gut alternativ behandeln. Eine Spülung des Ohres mit Calendula-Tinktur (8 Tropfen Tinktur auf einen Esslöffel Babyöl, damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht) und die gleichzeitige Gabe von Belladonna D6 (anfangs am besten stündlich bei starker Rötung), haben so manchen Vierbeiner wieder gesund gemacht. Apis hilft bei starker Schwellung. Pulsatilla kann gegen Ausfluss wirken, besonders wenn ein hormoneller Hintergrund besteht. Das funktioniert natürlich nur, wenn sich kein Fremdkörper im Ohr befindet.

Sind die Symptome nach drei Tagen nicht deutlich zurückgegangen, sollte man den Tierarzt aufsuchen, um schweren Erkrankungen vorzubeugen bzw. genauere Untersuchungen vorzunehmen.

Bekommt man eine Ohrenentzündung gar nicht mehr in den Griff, kann dies auch mit einer Allergie zusammen hängen. Bis zu 80% der allergischen Hunde leiden unter Ohrenentzündungen. Hier muss der Allergie auf den Grund gegangen werden (Test, Ausschlussdiät), anstatt dauernd das Ohr zu behandeln. In diesem Fall ist zusammen mit einer Ernährungsumstellung auch eine Darmsanierung sinnvoll. „Gesunder Darm – gesunder Hund“!

Vorbeugen

Wie bei allem ist ein gesundes, starkes Immunsystem der beste Schutz. Dies erreicht man durch Bewegung an frischer Luft bei jedem Wetter, einer natürlich Ernährung ohne chemische Konservierung und am besten auch ohne andere synthetische Stoffe und außerdem durch eine Unterstützung des Immunsystems durch natürliche Antioxidantien. Hierzu eignen sich hervorragend Moringa, Hanfmehl und Hagebutte. Gerade bei Stress, sportlichen Herausforderung, kranken Menschen oder Tieren im gleichen Haushalt und auch durch den Haarwechsel kann das Immunsystem Schwierigkeiten bekommen. Mit den genannten Mitteln kann der Körper sich besser zu Wehr setzen.

Auch die Versorgung mit der richtigen Menge Omega 3 – Fettsäuren hilft, Entzündungen vorzubeugen bzw. zu heilen.

Vielleicht haben Sie noch mit anderen natürlichen Mitteln gute Erfahrungen gemacht: Schreiben Sie uns! Wir sind schon ganz gespannt auf Ihre Kommentare.