Gesund und appetitlich!

Stiftung Warentest hatte mal wieder getestet: Dieses Mal Nassfutter und ein paar Fertigbarf-Menues.

Und was kam dabei heraus?

Irgendwie ist es immer dasselbe! Wenn getestet wird, sind die Discounter die Gewinner: Ob Lidl, Aldi Süd, Netto oder Penny, hier soll das Futter für den kleineren Hund perfekt sein und für die Großen gibt es Edeka, Netto und natürlich Pedigree als bestes Markenprodukt. Man glaubt es nicht!

Stiftung Warenstest beteuert immer wieder, dass es keine Manipulationen gibt. Aber was sollen wir davon halten, wenn bei allen möglichen Test immer wieder die Discounter empfohlen werden?

Sind wir alle doof, dass wir nicht bei Aldi kaufen?

Warum haben viele Hunde, die Billigfutter bekommen so ein schlechtes Fell? Das Futter ist doch empfehlenswert! Na, ja es sind ein ganzer Haufen synthetische Vitamine und Mineralien enthalten, aber die alleine machen noch kein gutes Futter aus. Mittlerweile weiß eigentlich jeder, dass gerade bei Vitaminen nur die natürlichen wirklich empfehlenswert sind (siehe auch unser Blog: Vitamine, synthetisch oder natürlich?).

Zurück zu den Barfmenus: Getestet wurde Fertigbarf von den Firmen Dibo, Petman, Procani, Tackenberg und Zooroyal, alles namhafte Unternehmen. Aber sind diese vielleicht schon zu groß, als das es wirklich um die gesunde Ernährung des Hundes geht. Haben die Firmen Zugang zu den richtigen Informationen? Eigentlich schon!

Positiv ist in meinen Augen bei allen Barf-Menus bis auf Petman (als Komplettmenu Pferd bezeichnet, enthalten ist aber Huhn und Pferd), dass man sich darauf verlassen kann, dass wenn Rind auf dem Etikett steht, auch nur Rind in der Packung ist. Beim Dosenfutter ist bei allen günstigen Dosen Schwein enthalten, obwohl es nicht auf dem Etikett steht. Ich finde, dass hiermit der Verbraucher extrem getäuscht wird. Wenn man seinem Hund z.B. vom Penny das Menu mit Pute, Paprika und Reis geben möchte, ist es in Wahrheit Huhn, Pute, Rind und Schwein. Wollte der Hundebesitzer diese Fleischsorten füttern als er die Dose gekauft hat? Wahrscheinlich eher nicht!

Die Bezeichnung „Wild“ bedeutet bei den günstigeren Futtersorten immer Wildschwein. Aber auch bei den teuren Dosen wird der Verbraucher getäuscht. „Hirsch mit Quinoa, Kürbis, Birne und Nachtkerzenöl“ entpuppt sich als eine Fleischmischung aus Kaninchen, Pferd, Rotwild und Ziege. Muss ich später mal eine Ausschlussdiät machen, kann ich Kaninchen, Pferd und Ziege auch streichen, weil dies dann keine unbekannten Proteine mehr sind. So manche Ausschlussdiät funktioniert nicht, weil der Hundebesitzer garnicht weiß, dass er diese Fleischsorten schon gefüttert hat. Auf der Dose stand ja „Hirsch“!

Aber wieder zu den Barfmenus: Alle haben beim Vitamin-Mineralstoffgehalt versagt. Deswegen empfehlen wir von ProperDog eine abwechslungsreiche Mischkost, die selbst zusammengestellt wird. Nur so kann über einen längeren Zeitraum, die Närstoffversorgung gewährleistet werden. Außerdem helfen natürliche Futterzusätze, den Bedarf zu decken.

Und dann war da noch die Sache mit den Bakterien. Alle Menus waren sozusagen verseucht mit Bakterien. Ist das nun ein Zeichen für schlechte Qualität oder ist das bei rohem Fleisch normal? Geflügel für den menschlichen Verzehr wird immer wieder getestet und weißt oft Bakterien auf, noch dazu multiresistente Keime. Auch andere Fleischsorten vom Metzger wie Rind, aber auch roher Fisch, können bakteriell belastet sein. Deswegen wird auch das meiste vor dem Verzehr gekocht. Aber in der Küche war das rohe Fleisch für den Menschen genauso wie das rohe Fleisch für den Hund. Wir kommen also auch bei der Fütterung von gekochtem Fleisch nicht darum herum, die Küche zu putzen und die Hände zu waschen.

Die ganzen Studien zur Rohfütterung haben noch nicht einen Beweis erbracht, dass ein Hundebesitzer erkrankt ist, weil er seinen gebarften Hund gestreichelt hat.

Wenn überhaupt jemand erkrankt, müsste man untersuchen, ob er sich mit dem Fleisch infiziert hat oder durch den Hund. Das ist bis jetzt noch nicht geschehen.

Und außerdem!

Das Barffleisch kommt zum größten Teil aus dem gleichen Schlachthof wie das Steak für den Grill! Nur weil wir das Fleisch nicht roh essen, war es doch als rohes Fleisch in der Küche. Wo ist der Unterschied? Kommen die vielen Keime im Fleisch vielleicht auch von der, ach so tollen, Tierhaltung?

Viele Fragen bleiben offen. Aber Eins ist sicher: Eine selbst zusammengestellte Rohfütterung ist für die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen besser als Fertigmenus.