Um psychisch gesund zu bleiben, müssen Hunde auch mal ganz Hund sein dürfen.

Wieder einmal sind Menschen durch Hunde zu Tode gekommen.

Am 07.04.18 wurde gemeldet, dass eine 52-jährige Frau und ihr 27-jähriger Sohn in Hannover durch eine Attacke ihres eigenen Hundes gestorben sind. Am 12.04.18 meldet news.de, dass der sieben Monate alte Jannis aus Hessen durch einen Hundebiss in die Fontanelle starb.

Müssen solche Sachen eigentlich immer wieder passieren?

Grundsätzlich kommen tödliche Angriffe von Hunden nur sehr selten vor. Aber jedes Mal stellt sich die Frage: Warum?

Dieses Mal waren beide Kampfhund-Mischlinge, aber auch andere Hunde haben schon Todesfälle herbeigeführt.

Im ersten Fall der beiden getöteten Erwachsenen, stellt sich für mich überhaupt keine Frage, wer hier Schuld ist. Der Hund wurde so schlecht gehalten, dass man wahrscheinlich die Uhr danach stellen konnte, wann etwas passiert. Der Hund lebte 8 Jahre bei der Familie in einem Metallzwinger in einem Zimmer. Ausgeführt wurde er kaum, sein Geschäft erledigte er meistens auf dem Balkon.

Der Tierschutz war zweimal auf Bitten von Nachbarn bei der Familie und konnte keine Vernachlässigung feststellen. Wen haben sie da hingeschickt?

Außerdem hatte der Hund eine schmerzhafte Kiefererkrankung. Jetzt wurde er eingeschläfert, weil die Tierärzte in diesem Fall dem Hund nicht noch mehr Operationen, die nötig gewesen wären, zumuten wollten. Wahrscheinlich ist das besser so!

Wie kann man einen Hund  8 Jahre lang unter diesen Haltungsbedingungen leben lassen, ohne einzugreifen?

Es macht uns sprachlos! Da regt man sich über Tierquälerei in anderen Ländern auf. Wie wäre es mal mit dem berühmten „Kehren vor der eigenen Haustüre“? Gott sei Dank ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Das macht aber die Leute und den Hund auch nicht mehr lebendig.

Im zweiten Fall, bei dem das Kind zu Tode kam, wurden bis jetzt noch keine näheren Fakten bekannt. Auch, weil die jungen Eltern sich nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch hier. Wir hoffen, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. Die Eltern sind auch so schon genug gestraft.

Schlechte Haltungsbedingungen und/oder Unwissenheit über die Bedürfnisse eines Hundes sind oft der Grund für Beißattacken. Die Tiere wissen sich dann nicht mehr anders zu helfen.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Was könnte helfen? Wir freuen uns auf einen regen Gedankenaustausch.