Hört sich ein bisschen wie „Carsharing“ an!

Ja, ist auch so ähnlich! Auf jeden Fall teilen sich hier 2 oder mehr Menschen statt einem Auto einen Hund.

Grundsätzlich ist die Idee bei berufstätigen Hundehaltern gar nicht mal so schlecht. Der eine oder andere Hundebesitzer macht das schon, ohne es Dogsharing zu nennen.

Tagsüber ist der Vierbeiner bei den Eltern. Abends wird er von Frauchen wieder abgeholt und genießt den gemeinsamen Feierabend. Dabei ist es aber eher so, dass der Hund, wie bei einer Tagesstätte, so lange außer Haus ist bis der Besitzer von der Arbeit kommt.

Dogsharing ist da schon etwas anders. Hier sind beide Besitzer gleichberechtigt. Wichtig sind in diesem Fall klare Regeln. Wer hat den Hund wie lange, wer macht was, wer fährt mit ihm in Urlaub. Wird das gut geregelt, kann diese Lösung für beide Teile von Vorteil sein. Längere Arbeitszeiten sind kein Problem mehr. Auch der Tauchurlaub kann eingeplant werden. Die Hund wird nie allein sein und muss sich auch nicht an eine neue Umgebung gewöhnen, wenn die Besitzer etwas länger fort sind.

Aber was passiert, wenn der Hund sich nach einem längeren Aufenthalt dem zweiten Besitzer angeschlossen hat? Eifersucht? Wie ist es für den Hund, wenn er wieder zum anderen Hundehalter zurück muss?

Wenn beide Hundehalter im gleichen Haus wohnen, ist es bestimmt am einfachsten. Dann kann der Hund sogar selbstständig entscheiden, wann er zu seiner Zweitheimat wechselt. So kennt der Vierbeiner von Anfang an beide Aufenthalte.

Ich denke, das ist auf jeden Fall so viel besser als stundenlanges Alleinsein. Aber ist es für den Hund nicht seltsam, dass er zwei Familien hat.

Hunde sind Rudeltiere. Sie sind also nicht gerne alleine. Soweit so gut!

Aber kann der Vierbeiner seine Beziehungen auf zwei verschiedene Familien bzw. Personen gleichermaßen aufteilen. Wird er sich nicht immer an eine Person stärker binden als an die andere? Ich denke, dass das so sein wird. Aber ich denke auch, dass der Hund damit umgehen kann. Er wird lernen, wie der jeweilige Mensch tickt und sich entsprechend verhalten.

Auf der anderen Seite glaube ich, dass die meisten Menschen einen Hund besitzen, weil sie einen Kumpel haben möchten, der mit ihnen durch dick und dünn geht. Man bindet sich also auch als Mensch sehr stark an den Vierbeiner. Kann man dann das Tier noch mit jemanden teilen? Beziehungsweise, will man das?