Der Labrador gehört zu den beliebtesten Hunderassen, auch in Deutschland. Jetzt hat ein internationales Team von Forschern aus Sydney herausgefunden, dass die Lebensdauer dieser Rasse von der Fellfarbe abhängig ist.

Labradore mit der Farbe „Schoko“ leben durchschnittlich fast 1,5 Jahre kürzer als ihre Verwandten in Schwarz, Rot, Weiß oder Gelb.

Diese Untersuchung war nur möglich, weil in Großbritannien die Daten der Rassehunde so gut erfasst sind. Aus 33.000 demographisch erfassten Labradoren wurden 2.100 zufällig ausgewählt und ausgewertet.

Ottmar Distl, der Direktor des Institutes für Tierzucht und Vererbungsforschung in Hannover, meint, es könnte daran liegen, dass man bei der Zucht der braunen Labradore (wenn man einen Wurf nur mit Schoko haben möchte) zwei Elternteile benötigt, die das passende Gen tragen. Dadurch wird die Genvielfalt eingeschränkt und die Tiere sind anfälliger auf Krankheiten. Viel besser ist es, wenn die Würfe bunt gemischt sind.

Wie bei vielen anderen Rassen wird hier wohl durch Verkleinerung des Genpools, offensichtlich die Gesundheit der Tiere beeinträchtigt. Sehr Schade!