Viele Hundebesitzer*innen suchen nach natürlichen Wegen, um das Wohlbefinden ihrer Lieblinge zu unterstützen. Eine Option wäre die Verwendung von Ulmenrinde.

Was ist Ulmenrinde?

Ulmenrinde stammt von der amerikanischen Rotulme (Ulmus rubra, auch bekannt als Slippery Elm Bark) und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin der Ureinwohner Nordamerikas eingesetzt. Verwendet wird die innere Rinde junger Zweige. Sie ist für ihre beruhigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und wird häufig bei verschiedenen Gesundheitsproblemen eingesetzt, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Welche Vorteile hat Ulmenrinde für Hunde?

1. Magen-Darm-Gesundheit: Ulmenrinde enthält 50% pflanzliche Schleimstoffe, die eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt haben können. Sie quellen stark auf und bilden eine gelartige Substanz. Dieses Gel legt sich schützend auf die Magenwand. Das kann besonders hilfreich bei allen Reizungen im Magen-Darm-Trakt sein. Die Rinde hilft, die Schleimhäute zu schützen und zu beruhigen. Bitte achten Sie auf ein hochwertiges Produkt. Nur dieses kann genügend Schleim bilden.

2. Entzündungshemmend: Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Ulmenrinde (Poliysaccharide) können bei chronischen Entzündungen von Vorteil sein. Dies kann besonders hilfreich für ältere Hunde sein, die möglicherweise an Gelenkschmerzen oder Arthritis leiden. Außerdem hilft sie dem Magen, die häufig nötigen Schmerzmittel besser zu tolerieren.

Wie wende ich Ulmenrinde an?

Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie Ulmenrinde bei der Ernährung Ihres Hundes nutzen können:

  1. Eine gute Möglichkeit ist, einen Sud aus 4 g Ulmenrinde und 250 ml Wasser zu kochen. Hiervon geben Sie Ihrem Hund pro 10 kg 2 x 5 ml täglich, ca. 1/2 -1 Stunde vor der Fütterung.
  2. Die Akzeptanz des Sirups wird deutlich erhöht, wenn man ihn in Hühnerbrühe mischt.
  3. Wenn Ihr Liebling die Rinde gar nicht mag, kann man die Ulmenrinde in verflüssigtes Kokosfett einrühren, bis ein dicker Brei entsteht. Nach dem Abkühlen eine kleine Menge (Formen Sie Kügelchen!) wie ein Leckerchen geben.
  4. Beginnen Sie mit der halben empfohlenen Dosis und steigern über ca. eine Woche langsam. So hat der Körper Zeit, sich auf das Nahrungsergänzungsmittel einzustellen.

Was ist noch wichtig?

  1. Bevor Sie Ulmenrinde oder andere Ergänzungen in die Ernährung Ihres Hundes aufnehmen, ist es wichtig, sich mit einem Tierarzt abzusprechen, wenn Ihr Vierbeiner noch andere Medikamente bekommt. Sie kann nämlich die Aufnahme von Arzneimitteln durch den starken Schleim behindern.
  2. Außerdem ist es bei zu hoher Dosierung möglich, dass der Kot Ihres Tieres zu fest wird.
  3. Ulmenrinde kann als kurzfristige Maßnahme bei akuten Beschwerden gegeben werden (2 Tage – 2 Wochen). Sie ist aber auch als Dauergabe geeignet. Hier ist es sinnvoll, alle 3 Monate eine Pause für 2-4 Wochen einzulegen.

Lassen Sie uns gerne in den Kommentaren wissen, ob Sie bereits Erfahrungen mit Ulmenrinde gemacht haben oder ob Sie Fragen zu diesem Thema haben!