Massai im Wasser

Katzen barfen?

Lange Freude an der gesunden Katze

Lange Freude an der gesunden Katze

Hier in diesem Blog haben wir ja schon sehr viel über die Hundefütterung mit naturnaher Kost gesprochen. Aber wie sieht es denn eigentlich bei Katzen aus?

Viele Hundebesitzer haben auch Katzen. Schauen diese sozusagen in die „Röhre“ bzw. in ihren Napf mit Industriefutter, während die Hunde ein tolles gesundes Futter bekommen?

Auch bei der Fütterung von Katzen hat sich vieles gewandelt. Es gibt mittlerweile auch Katzenzüchter, die barfen. Glücklich der, der ein Katzenjunges bekommt, dass frische Nahrung gewöhnt ist.

Bei Katzen gibt es nämlich eine Besonderheit. Katzen lernen in jungen Jahren (meistens von der Mutter) was ihnen schmeckt und gut bekommt. Sie später davon zu überzeugen, dass eine andere Nahrung besser ist, benötigt einiges an Geduld. Außerdem kommt es bei Katzen vor, dass sie abrupt von einem Tag auf den anderen die gewohnte Nahrung ablehnen und etwas anderes haben möchten. Letzteres führe ich darauf zurück, dass gerade bei Industrienahrung der Körper wohl feststellt, dass ihm bestimmte Nährstoffe fehlen. Katzen sind deutlich weniger domestiziert als Hunde. Sie wurden immer als „Schädlingsvertilger“ gehalten und erfüllen diesen Job noch heute an vielen Orten. Dadurch sind sie noch viel näher am wilden Ursprung als der Hund.

Und hier fängt das Dilemma an: Warum sollte man ein Tier, dass sich fast ausschließlich von Mäusen, Vögeln und auch mal Insekten ernährt, plötzlich mit Trockenfutter füttern? Weil es so praktisch ist? Trockenfutter ist für die Katze eigentlich komplett ungeeignet (ProperDog nimmt deswegen auch jegliches Trockenfutter für Katzen aus dem Programm). Katzen benötigen relativ viel Flüssigkeit im Futter, da sie als Wüstentiere normalerweise nicht viel trinken. Wie geht das beim Trockenfutter, das ca. 10% Feuchtigkeit enthält? Eigentlich gar nicht! Sogar beim Barfen geben viele Katzenbesitzer noch zusätzlich etwas Wasser und auch einen Hauch Salz ins Futter, da im Fleisch ja kein Blut mehr ist (bei der Schlachtung lässt man die Tiere ausbluten).

Auch bei der Katze ist es gar nicht so schwierig, diese gesund zu ernähren: Als erstes ist es vernünftig, die Samtpfoten von Trockenfutter auf Nassfutter umzustellen. Hierbei achtet man darauf, dass ca. 95% des Dosenfutters aus fleischlichen Anteilen besteht. Nebenerzeugnisse sollten nur Innereien (Leber, Herz)und eventuell etwas Knochen/Knorpel sein. Das Futter sollte Mineralstoffe und auch Taurin enthalten. Bei Taurin ist die Menge mit 0,1%, wie in vielen Produkten, leider oft etwas niedrig. Taurin kann man aber hinzufügen, ca. 200-500mg pro Tag wird empfohlen. Mit der Maus bekäme die Katze richtig viel Taurin (Mäuse sind die Taurin-reichsten Landtiere).

Gemüse und andere pflanzliche Nahrungsmittel sollten 5% nicht übersteigen. Katzen fressen, außer vielleicht etwas Gras, in ihrer natürlichen Umgebung so gut wie nie Obst und Gemüse (Das sieht beim Hund ganz anders aus). Diese max. 5% reichen aus, um genügend Ballaststoffe bereitzustellen (unser Fleisch hat ja kein Fell). ProperDog bietet hierfür das Gemüsemehl „Katzentraum“ und zur Abwechslung Chia-Samen an. Damit kann man ganz prima so kleine Mengen unter das Fleisch mischen.

Katzen brauchen auch viel Fett (besonders gesättigte Fettsäuren). Schmalz oder fettes Fleisch oder fetter Fisch eignen sich besonders gut (man kann auch mal Schaffett versuchen). Deswegen ist der Bedarf an Vitamin E und Selen auch recht hoch. Vitamin A kann die Katze nicht aus Beta-Carotin herstellen. Dieses und Niacin braucht sie unbedingt aus tierischer Nahrung.

Katzen brauchen keine Kohlenhydrate. Die Gluconeogenese läuft über Aminosäuren aus dem Fleisch ab.

Wir sehen also, dass Katzen einen anderen Anspruch an ihre Nahrung haben als Hunde und dass Industriefutter (an erster Stelle Trockenfutter, bei Nassfutter, wenn es diese wichtigen Punkte nicht beachtet) unsere Katzen krank machen kann. Aber das kennen wir ja auch schon von den Hunden.

Was bei vielen Katzen wirklich gut klappt, ist eine Mischfütterung: Zum Beispiel morgens ein gutes Dosenfutter und am Abend dann eine frische Mahlzeit.

Interessante Informationsseiten im Internet sind zum Beispiel: http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html, http://www.katzen-fieber.de/b-a-r-f.php , http://blaue-samtpfote.de/barf/barf.html

6 Kommentare

  1. Yvonne's Gravatar Yvonne
    25. April 2015    

    Wir barfen unsere beiden norwegischen Waldkatzen seit 1,5jahren. Auslöser war Harngries bei der Katze. Sie sind knapp 10 Jahre alt. Zu Anfang mussten wir bei der Katze das Fleisch leicht andünsten. Der Kater hat von anfang an selbst ganze Hühner Flügel gefressen. Auch Küken frisst er mit Vorliebe. Mäuse jedoch nicht. Ansonsten am liebsten Rinderherz und Geflügel jeder Art. Die Katze hat sich nach Ca 1,5 Monaten an das rohe gewöhnt. Seit dem sind beide viel gesünder und fitter.

    • Schilling's Gravatar Schilling
      27. April 2015    

      Geben Sie Ihren Katzen auch Zusätze? Wenn ja, welche? Das würde uns sehr interessieren. Hier streiten sich nämlich (wie auch bei den Hunden) die Geister. Manche geben recht viel davon (auch Vitaminpräparate), andere beschränken sich primär auf Taurin und eventuell Eierschalenpulver oder Knochenmehl.

      • Potocnik Claudia's Gravatar Potocnik Claudia
        22. August 2015    

        Ich barfe meine beiden Katzen, beide ca. 3 Jahre alt und Freigänger, seit fast einem Jahr. Auf dem Speiseplan steheh Sardinen, Makrele, Huhn, Rind. Als Komplettzusatz verwende ich hauptsächlich Premix Plus, erhhältlich im Tatzenladen(http://www.tatzenladenshop.de/index.php?page=index).Bio zertifiziert und natürlichen Ursprungs, rundum empfehlenswert.

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